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Gerüchte Gerüchte

von Neil Simon

Der Rechtsanwalt Ken Gorman und seine Frau Chris sind völlig verzweifelt:
Da gehen sie nur auf die Party anlässlich des 10. Hochzeitstages ihres gemeinsamen Freundes Charley, des stellvertretenden Bürgermeisters von New York, und finden ihn angeschossen und mit Valium zugedröhnt im Schlafzimmer vor.
Von Myra – seiner Frau ¬– und den Bediensteten fehlt jede Spur. Da die beiden als erstes eintreffen und Ken, der Charley zu seinen Mandanten zählt, nicht in Verruf kommen will, halten sie die nach und nach eintrudelnden Gäste zunächst mit fadenscheinigen Erklärungen hin, obwohl sie selbst nicht wissen, was in Wirklichkeit geschehen ist.
Steckt etwa ein Selbstmordversuch Charlys dahinter, der vielleicht von Myras angeblicher Untreue erfahren hat?
Ein perfider Serienkiller mit Spaß an makabren Rätseln, zumal die Namen aller Besucher der Party irgendwie gleich klingen?
Ohne Unterlass spinnen die anwesenden Paare neue Theorien, nachdem sie in die unangenehme Situation eingeweiht wurden; Theorien, welche allesamt auf Gerüchten basieren, die sie irgendwo aufgeschnappt haben und die dazu dienen sollen, den stellvertretenden Bürgermeister und nicht zuletzt auch sich selbst vor einem Skandal zu schützen. Dabei treten Brüche in den Beziehungen zutage, die der Wahrheitsfindung zusätzlich im Wege stehen. So verstricken sich alle mehr und mehr in Ungereimtheiten, bis schließlich die Polizei Wind von der ganzen Angelegenheit bekommt und unvermittelt auftaucht...
Neil Simons temporeiche Komödie besticht durch scharfen Witz, prickelnde Pointen und durch liebevoll-ironisch gezeichnete Charaktere, deren Weg zur Wahrheit mit Klatsch gepflastert ist.

Regie: Christoph Fischer

(Kommentare: 2)

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